(Gedicht vom 10.02.2018)
Ganz hinten, mitten in dem tiefen Walde
Liegt ein Quellbrunn', voll von nassem Golde:
Mit der Abenddämmerung, wenn schon stand die Sonne tief
Ich, wie selten noch wer, mich hierhin verlief
Will Dein Wasser ich entdecken
Vom erquickend kühlen Naß ich schmecken
Geh' ich an dem Haus vorbei, das an dem unt'ren Hange
Im Winter finster liegt; obwohl: mir wird nicht bange.
Ich wate durch den Schnee, so tief
Bald sink ich wieder ein;
Auch wenn ich mit den Stiefeln lief.
Sind fellgefüttert sie, und warm:
Der Weg hier hat 'nen eig'nen Charme
Erreich' den Ursprung dann sobald
Bin ich noch tiefer drin, im Wald
Steil und rutschig, so der Pfad
Zu Deiner Austrittsstell' mich plag'
Um zu füllen sie, spährlich Gläser, grün
So hast Du mir auch oft verziehn
Wenn ich, nicht oft, jedoch behende
Ins dunkle Wasser tauch' die Hände
Befrei' von Blättern ich Dich, Mündung
Hast wäßrig, zeitlos stille Brandung
Wie tief wohl hier den Urquell liegt?
Ich weiß, daß er niemals versiegt
Der frische Quell
Vier Grad, oder fünf, mehr hat er nicht
In seiner Tiefe dunkel
Ins Oberirdisch' tauchend: hell.
Mit vier, fünf Grad entsprungen
Gold ist - fürwahr - das Wasser aus dem Brunnen
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